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Definition Satire:
[die; lateinisch satura, "Schüssel mit verschiedenen Früchten, die Göttern dargebracht wird"; zuerst vom römischen Dichter Lucilius im heutigen Sinn benutzt]
ein literarisches Werk, das aus einer subjektiven Sicht zeitgenössische Missstände oder Anschauungen lächerlich machen will, in literarischer Form gefasste Zeitkritik. Stilmittel sind u. a. Übertreibung und Verzerrung ins Lächerliche, Überbetonung negativer Aspekte.
Die Ursprünge der Satire liegen in der griechischen und römischen Antike. Das Mittelalter ist von der Ständesatire geprägt, die sich einerseits mit Ständerivalitäten auseinander setzte, andererseits Sozialkritik übte. Im Zeitalter der Renaissance und des Humanismus entstand als neue Gattung die Narrensatire, die menschliche Schwächen und Fehler aufzeigt. In den Romanen Cervantes' ( "Don Quijote") und Rabelais' lebte die griechische Satire wieder auf, die sich auch im deutschen Barock findet. Bei Voltaire, J. Swift, A. Pope und C. M. Wieland gründete sich die Kritik auf eine aufklärerische Einstellung. Daneben gewannen auch die Fabeln als Moralsatiren wieder an Bedeutung. In der Klassik und Romantik trat neben die poetische oder epigrammatische Literatursatire Goethes, Schillers und L. Tiecks die politische Satire H.Heines und C. D. Grabbes. Im 20. Jahrhundert sind besonders K.Tucholsky und E. Kästner als Vertreter der satirischen Kleinkunst, G. B. Shaw als Dramatiker und B. Brecht hervorzuheben. Als Verfasser utopischer Satiren gelten u. a. A. Huxley und G. Orwell.
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